Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik stehen vor enormen Aufgaben, um einen energieeffizienten, generationengerechten und bezahlbaren Wohnungsbestand in attraktiven und stabilen Städten sicher zu stellen. Die hierfür erforderlichen Investitionen können nur durch ein produktives Zusammenwirken zwischen öffentlicher Hand und Wohnungswirtschaft erreicht werden. Da Wohnungsunternehmen und private Vermieter am Markt agieren, hat sich auch Wohnungsbauförderung stärker an marktwirtschaftlichen Prinzipien auszurichten. Unterschiedliche regionale Marktbedingungen verlangen räumlich differenzierte Antworten.
Gefragt sind damit flexible, kooperative und marktorientierte Förderansätze. Das Land Schleswig-Holstein praktiziert dies durch Kooperationsverträge zur Sicherung der sozialen Wohnraumversorgung sowie durch den Klimapakt zur energetischen Aufwertung des Wohnungsbestands. Andere Bundesländer verfolgen vergleichbare Ansätze.
Doch auch eine stärker marktorientierte Förderung benötigt eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Viele klima- und gesellschaftspolitisch gewünschte und notwendige Investitionen lassen sich alleine über den Markt nicht realisieren. Staatliche Wohnungspolitik kann und muss eine Brücke zur Wirtschaftlichkeit bilden. Gerade die aktuelle Beschleunigung der Energiewende durch die Bundesregierung kann nur unter diesen Prämissen gelingen.
Eine intelligente Wohnraumförderung muss wirtschaftliche Entscheidungen und unternehmerisches Engagement stützen und so nutzen, dass durch effizienten Mitteleinsatz energetische, soziale und städtebauliche Ziele erreicht werden. Ein hoher Anspruch! Mehr denn je bilden damit die Kompensationszahlungen des Bundes an die Länder zur Finanzierung von Maßnahmen der sozialen Wohnraumförderung sowie die KfW-Programme in Verknüpfung mit einer starken Städtebauförderung eine unverzichtbare Grundlage.
Auf der politischen Fachtagung am 7. Juli 2011 wurden diese Fragestellungen und Wege zu einer Neuorientierung der Wohnraumförderpolitik sowie zu einer Investitionsoffensive für den Wohnungsbau erörtert.
Weitere Informationen:
Vorträge:
Optische Impressionen der Veranstaltung
Aus Anlass des 20-jährigen Firmenjubiläums der B.B.S.M. Brandenburgische
Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und
Modernisierung mbH diskutierten Vertreter aus Politik, Verwaltung,
Immobilien- und Kreditwirtschaft sowie Wissenschaft über die
aktuellen Herausforderungen für die Sicherung der Lebensqualität in
Stadt und Land.
Angesichts der demographischen, ökologischen und wirtschaftsstrukturellen
Umbrüche und der angespannten öffentlichen Haushalte rückt diese Thematik immer mehr ins Zentrum einer nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Die sich immer stärker ausdifferenzierenden Perspektiven von Stadt und Land, von Wachstums- und Schrumpfungsregionen stellen Politiken und Instrumente vor neue und wachsende Anforderungen. Dem stellt sich auch die Landespolitik in Brandenburg, wo ein prosperierender Wachstumsring rund um Berlin dünn besiedelten, strukturschwachen Berlin-fernen Räumen gegenübersteht.
Vorrangig wurden auf der Veranstaltung folgende Fragen behandelt: Wie lassen sich in den ländlich-peripheren Regionen die notwendige Infrastruktur, eine Grundversorgung mit medizinischen und sozialen Einrichtungen, mit
Einzelhandel, Bildung und Kultur sowie eine tragfähige wirtschaftliche
Basis gewährleisten? Welche neuen Ansätze, Modelle und Denkmuster
brauchen wir, um das Ziel der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse
für diese Räume innovativ und neu auszugestalten? Wie lässt sich die Ankerfunktion ländlicher Entwicklungs- und Versorgungszentren stärken und welchen Beitrag können kooperative Strategien zwischen Städten untereinander und ihrem engeren und weiteren ländlichen Umland sowie integrierte Lösungsansätze durch eine bessere Verzahnung städtischer und ländlicher Förderung leisten?
Erfahren Sie in den folgenden Dokumenten mehr über die Inhalte der Veranstaltung:
Weitere Informationen:
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