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Rolle der Städte in Europa

In Europa leben 80% der Bevölkerung in Städten. Städte sind die treibende Kraft der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung in Europa. Europäische Städte sind eine Grundlage gemeinsamer europäischen Identität. Auf der einen Seite sind Städte die Wachstumsmotoren in einer zunehmend von Globalisierungsprozessen geprägten Ökonomie sowie Zentren von Reichtum, Wissen und wirtschaftlicher sowie technologischer Kompetenz. Auf der anderen Seite müssen die europäischen Städte aber auch gesellschaftliche Restrukturierungsprozesse bewältigen, die sich aus den Auswirkungen des wirtschaftlichen Strukturwandels und einem verstärktem weltwirtschaftlichem Standortwettbewerb ergeben. Zu den städtischen Ausprägungen der negativen Folgen des wirtschaftlichen und sozialen Wandels gehören beispielsweise ungünstige Umweltbedingungen, Kriminalität, wirtschaftliche und soziale Ausgrenzung sowie Armut. Diese Problemfelder verorten sich nicht nur in Städten mit Strukturproblemen, sondern auch in einzelnen Stadtgebieten prosperierender Städte. Somit ist die Stadtentwicklung eine wichtige Aufgabe für das Gemeinschaftsziel des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts. Zudem haben die verschiedenen EU-Sektoralpolitiken wie z.B. Verkehrs-, Umwelt- oder Wettbewerbspolitik starke Auswirkungen auf die städtische Ebene.

Auch wenn die Europäische Union formal keine direkten Kompetenzen im Bereich der Städtepolitik vorweisen kann, haben die Europäischen Institutionen - insbesondere die Europäische Kommission und das Europäische Parlament - immer wieder ihr Interesse an städtepolitischen Themen bekundet und versucht verstärkt auf die Entwicklung sowie die Tätigkeiten der Städte Einfluss zu nehmen. Insbesondere in der EU-Kohäsionspolitik fand die Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung seit Anfang der 90er Jahre starken Eingang. Die Europäische Kommission rief 1994 die Gemeinschaftsinitiative (GI) URBAN ins Leben, deren Ziel es war, Fördermittel in krisenbetroffene Stadtteilen zu konzentrieren, für die ein innovativer und integrierter Handlungsansatz zur Lösung von kumuliert auftretenden Problemen, wie hoher Arbeitslosigkeit, ungenügender sozialer Infrastruktur, schlechter Umweltbedingungen oder hoher Kriminalität, verfolgt wurde. Dieser Ansatz wurde auch zwischen 2000 und 2006 mit der GI URBAN II weitergeführt. Nach diesen positiven Erfahrungen wurde die städtische Dimension in der aktuellen Strukturfondsperiode zu einem festen Bestandteil der Regelförderung.

Verankerung der städtischen Dimension in die Verordnungen

Die Rolle der Städte und eine Stärkung der nachhaltigen Stadtentwicklung nimmt in den Europäischen Verordnungen zur Strukturfondspolitik eine zunehmend stärkere Position ein. Schon in der Präambel der "Allgemeinen Strukturfondsverordnung" wird dafür geworben, die Rolle der Städte bei der Programmplanung sowie die Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung stärker zu berücksichtigen. Auch im weiteren Verlauf der Allgemeinen Strukturfondsverordnung wird in der Zieldefinition der Strukturfonds die Unterstützung einer nachhaltigen Stadtentwicklung aufgeführt.

Darüber hinaus kommt der EFRE-Verordnung eine zentrale Rolle zu, da sie bewusst die Bedeutung der nachhaltigen Stadtentwicklung aufgreift und die Entwicklung von integrierten Programmen, wie sie zuvor in URBAN möglich waren, ermöglicht. Artikel 8 der EFRE-Verordnung schafft hierfür die rechtliche Grundlage. In diesem Artikel wird die Unterstützung partizipativer, integrierter und nachhaltiger Strategien für städtische Gebiete mit Wirtschafts-, Sozial- und Umweltproblemen vorgesehen: Die nachhaltige Stadtentwicklung soll unter anderem durch folgende Strategien gefördert werden: Steigerung des Wirtschaftswachstums, Sanierung der physischen Umwelt, Neuerschließung brachliegender Flächen, Erhaltung und Aufwertung des Natur- und Kulturerbes, die Förderung der unternehmerischen Initiative, der lokalen Beschäftigung und der kommunalen Entwicklung sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen für die Bevölkerung unter Beachtung der demographischer Entwicklungen.


Neues
  • 30.04.2013  |:   Fortbildungen zur nachhaltigen Stadtentwicklung - URBACT Newsletter online.
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  • 29.04.2013  |:   Grünbuch zur Energie- und Klimapolitik 2030 veröffentlicht - Aprilausgabe EU-Info online.
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  • 18.04.2013  |:   DV veröffentlicht Stellungnahme zur UVP-Richtlinie.
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  • 18.03.2013  |:   DV begleitet Ausgestaltung der neuen Strukturfondsperiode - Märzausgabe DV aktuell online.
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  • 27.02.2013  |:   Bürgerbeteiligung in der Stadt- und Regionalentwicklung - DV veröffentlicht Thesenpapier.
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Termine
04.06.2013  |  Nachhaltiger und effizienter Verkehr in der Ostseeregion - Schnittstellen zwischen Regional- und Verkehrspolitik
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08.06.2013 - 11.06.2013 |  Ein morgen für Städte - Für Menschen, von Menschen: IFHP Hundertjahrfeier
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13.06.2013  |  Wohneigentum stärken - Perspektiven für Menschen und Städte
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13.06.2013  |  EU-Tagung
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17.06.2013 - 18.06.2013 |  Städtische Energien - die Rolle der Wirtschaft
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27.06.2013  |  Kunst und Kultur als wesentliche Faktoren für die Stadterneuerung
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27.06.2013 - 28.06.2013 |  Nationaler URBACT Workshop
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24.07.2013  |  Dezentrale Energieversorgung in der Wohnungswirtschaft
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