
Wegen des demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandels ziehen sich traditionelle Wirtschaftsbetriebe aus Europas Städten zurück, zu Gunsten eines wachsenden Dienstleistungssektors. Übrig bleiben Industriebrachen von enormem Ausmaß, die aus Denkmalschutz-Gründen nicht abgerissen werden dürfen. Das Projekt Second Chance, in dem zehn Partner aus Deutschland, Italien, Polen und Slowenien seit Januar 2010 zusammenarbeiten, beschäftigt sich mit der Revitalisierung dieser Flächen zu künstlerischen und kulturellen Lebens- und Arbeitsräumen. Die Ansiedelung von kulturellen Einrichtungen und die Umsetzung ansprechender Nutzungskonzepte sollen dem Funktionsverlust in den betroffenen Stadtteilen entgegenwirken und lebendige Quartiere schaffen. Lead Partner ist die Stadt Nürnberg.
Ziel des Projektes ist es, herauszufinden, auf welche Art und Weise man die ehemaligen Industriegelände am besten revitalisieren kann. Dazu identifizieren die Partner gelungene Umsetzungs-Beispiele aus ganz Europa und werten deren Lösungsansätze aus. Auch die Möglichkeiten der Finanzierung durch privat-öffentliche Partnerschaften sollen ausgelotet und außerdem ein genereller Leitfaden zur Neunutzung erstellt werden, der anderen Standorten als Orientierung dienen kann. Erste investitionsvorbereitende Maßnahmen werden umgesetzt.
Folgende Areale bekommen eine "zweite Chance" im Rahmen des Projektes: das AEG-Gelände in Nürnberg, die Halle 14 in Leipzig, ehemals Baumwollspinnerei, das Arsenale in Venedig, das Tramdepot in Krakau und die ehemalige Fahrradfabrik Rog in Ljubljana. Räume für Ausstellungen, Theater und Tanz, Ateliers sowie Kulturzentren und -werkstätten bilden bei den Städten den Schwerpunkt der kreativen Neunutzung.
Lead Partner
Projektpartner
Projektkoordination:
Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg
Thomas Müller
Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg
+49 (0) 911 231-8523
thomas.mueller@stadt.nuernberg.de
Laufzeit: Januar 2010 - Juni 2013
Das Projekt Second Chance wird im Rahmen des INTERREG IVB-Programmes für "Mitteleuropa" umgesetzt, welches durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung finanziert ist. Darüber hinaus wird es unterstützt durch das Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
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