Die Fischerei ist im Ostseeraum ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Wirtschaft. Gleichzeitig stellt sie einen Eingriff in das Ökosystem dar. Bestehende Richtlinien der EU-Fischereipolitik haben bisher unzureichende Ergebnisse in Hinsicht auf Erhalt und Stabilisierung der Fischbestände in der Ostsee erbracht. Die Bestände einiger regional typischer Fischarten wie z.B. Hering sind derzeit in einem schlechten Zustand. Vor diesem Hintergrund haben es sich die zwölf Partner des Projektes AQUAFIMA zur Aufgabe gemacht, die marine Aquakultur als Instrument eines ökosystemverträglichen Fischereiwesens und einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu fördern. Ziel ist die kontrollierte Aufzucht von aquatischen Organismen, insbesondere von Fischen.
AQUAFIMA bringt politische Entscheidungsträger, Vertreter lokaler und regionaler Gebietskörperschaften, Wissenschaftler sowie weitere Akteure aus Dänemark, Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Norwegen und Polen zusammen. In einem internationalen Forum sollen so der aktuelle Stand und die Reformierung des Fischereimanagements diskutiert werden, ebenso wie die Potenziale, die die Aquakultur und ein aquakultur-gestütztes Fischereimanagement für den Ostseeraum bieten. Die Partner analysieren bestehende Fischereimanagementansätze und testen alternative Konzepte in transnationalen Pilotregionen. Schließlich werden Empfehlungen für die Eingliederung von Aquakulturanlagen in ein Integriertes Küstenzonenmanagement für eine nachhaltige räumliche Entwicklung ausgearbeitet.
Vor allem in Regionen mit Fischereitradition möchte AQUAFIMA Strategien zur Nutzung von Aquakultureinrichtungen entwickeln, die bei der ökonomischen und touristischen Entwicklung der Region einen positiven Beitrag leisten können. Fischprodukte aus Aquakultur haben eine zunehmende regionalwirtschaftliche Bedeutung, ergänzen die traditionelle Fischerei und können neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen. Die Projektpartner erarbeiten übertragbare Strategien zur Etablierung der Aquakultur, wobei Umweltbildungsangebote (z.B. in Meeresmuseen) und die Vermarktung von regionalen Fischprodukten aus Aquakultur im Vordergrund stehen. Zudem entwickelt das Projekt Module für einen internationalen Master-Abschluss "Aquakultur im Ostseeraum" und trägt damit zur Ausbildung wissenschaftlicher und praktischer Nachwuchs- und Fachkräfte bei.
Lead Partner
Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (D)
Projektpartner
Kontakt:
Matti Skor
Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH
Lindenallee 2a
19067 Leezen
Telefon: 03866 - 404 176
Email: matti.skor(at)lgmv.de
Laufzeit: Juni 2011 - Juni 2014

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